Achtsamkeit und Mitgefühl in der therapeutischen Beziehung

28.09 und 29.09.2018

Dr. med. Herbert Assaloni, FMH Psychiatrie und Psychotherapie

Achtsamkeit und Mitgefühl sind wesentliche Komponenten einer wirksamen Beziehungsgestaltung, die eine entwicklungsfördernde und sichere Basis für effektive therapeutische Arbeit schafft. 

Achtsamkeit kann die therapeutische Beziehung stärken und vertiefen. Sie beinhaltet mitfühlende Präsenz gegenüber dem Patienten, eine wohlwollende Verbindung zur eigenen inneren Erfahrung im gegenwärtigen Moment und die Fähigkeit, eine zwischenmenschliche Sicherheit herzustellen, in der schwieriges inneres Erleben exploriert und neues Verhalten eingeübt werden kann. 

Im Workshop geht es um das Kennenlernen und Kultivieren von Fertigkeiten, die eine achtsame und flexible Beziehung zu sich selbst und zu unseren Patienten fördern und um das Erkennen von Schwierigkeiten und Hindernissen, die mitfühlender Präsenz im Wege stehen.   

Durch das Üben von Präsenz, Akzeptanz, Perspektivenwechsel und Defusion stärken wir ein beobachtendes Selbst, von dem aus innere Erfahrungen, automatische Verhaltensweisen und zwischenmenschliche Abläufe im gegenwärtigen Moment bewusst wahrgenommen, benannt und beeinflusst werden können. Auf diese Weise werden Achtsamkeitsfertigkeiten und psychologische Flexibilität sowohl bei uns selbst als auch bei unseren Patientinnen gefördert und die therapeutische Beziehung positiv beeinflusst.

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Arbeitet als Psychiater und Psychotherapeut in integrativer Therapie/Gestalttherapie, Psychotraumatologie, Dialektisch-Behavioraler Therapie (DBT) und Akzeptanz- und Commitment Therapie (ACT) sowohl im Einzel- als auch im Gruppensetting. Zusätzlich zur Ausbildung zum Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie habe ich mich in Schmerztherapie (Schweizer Gesellschaft zum Studium des Schmerzes) weitergebildet und behandle schwerpunktmässig Menschen, die unter anhaltenden Schmerzen und körperlichen Beschwerden leiden psychotherapeutisch und medikamentös. Bei der Behandlung von chronischen SchmerzpatientInnen arbeite ich interdisziplinär eng mit anderen Ärzten und Therapeuten zusammen. Ein weiterer Schwerpunkt in meiner Arbeit ist die Behandlung von Menschen mit komplexen Traumafolgestörungen (Dissoziative Störungen, Borderline). Eigene Praxis Zum Beherzten Leben,  Bildungswerkstatt ACT in Winterthur.

Mehr unter www.zumbeherztenleben.ch